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Lupi und das sehr geheime Mondritual

  • Beitrags-Kategorie:Lupis Orakel
  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit

Lupi und das sehr geheime Mondritual

(eine fast wahre Geschichte)

Es war wieder Vollmond. Und das bedeutete, dass Lupi …

… plötzlich einen sehr wichtigen Auftrag hatte.

Er wusste nicht genau, woher diese Eingebung kam. Oder warum.

Aber tief in seinem flauschigen Bauchgefühl flüsterte etwas:

„Heute ist die Nacht des großen Mondrituals.“

„Das klingt wichtig“, murmelte er feierlich, sprang aus dem Bett und landete mit einem flapp! in seinen Kuschelhausschuhen.

Er schnappte sich ein Notizbuch, eine Laterne und aus irgendeinem Grund einen großen Holzlöffel. (Man weiß nie.)

Dann schlich er hinaus in den Garten.

Dort begann er, geheimnisvolle Mondzeichen in die Erde zu malen.

Er hatte keine Ahnung, was sie bedeuteten, aber sie mussten sein.

Er baute einen Steinkreis. In die Mitte stellte er eine Schüssel mit Wasser.

Der Mond spiegelte sich darin wie ein Löffel aus Licht.

„Sehr gut“, nickte Lupi. „Jetzt brauche ich nur noch… äh …“

Er kratzte sich am Kopf.

Was braucht man für ein richtig gutes Mondritual?

✨ Musik! Natürlich!

Also nahm er seinen Holzlöffel und begann, auf einem umgedrehten Blumentopf zu trommeln.

Bumm. Bumm. Bumm.

Der Rhythmus der Nacht. Die kosmische Trommel. Der Beat der Bären.

„Sehr spirituell“, lobte er sich selbst.

Doch dann .. RASCH ..hörte er Schritte.

Er drehte sich um … und sah Emil und Noel, die mit verschränkten Armen im Garten standen.

„Lupi“, begann Emil langsam, „was … machst du da?“

Lupi setzte sich kerzengerade hin, legte eine bedeutungsschwangere Miene auf und flüsterte:

„Ich führe das geheime Mondritual durch.“

Noel zog eine Augenbraue hoch. „Aha. Und warum trommelst du auf einem Blumentopf?“

„Weil der Mond … es so will.“ 🥄🌕

„Klar.“

Emil trat näher und betrachtete die Zeichen im Gras.

„Und was bedeuten diese Symbole?“

Lupi blinzelte. Dann betrachtete er seine Zeichnungen.

Er neigte den Kopf nach links. Dann nach rechts.

Dann stand er auf einem Bein und drehte sich um sich selbst.

„Ehrlich gesagt … sehen sie ein bisschen aus wie … eine Einladung?“

Noel kniff die Augen zusammen.

„Eine Einladung … zu was?“

TAP. TAP. TAP.

Plötzlich trappelten aus allen Richtungen kleine Pfoten heran.

Überall tauchten Teddys auf, verschlafen, neugierig und … aufgeregt.

„Ist hier eine Party?“ fragte einer.

„Gibt es Kekse?“ fragte ein anderer.

Lupi riss die Augen auf.

„Oh nein … Ich habe aus Versehen eine Vollmond-Party veranstaltet!“

Emil seufzte.

„Natürlich hast du das.“

Doch da war es schon zu spät.

Jemand hatte Lampions in die Bäume gehängt, Noel hatte eine Kanne heißen Kakao herbeigezaubert, und im Steinkreis wurde gekichert, gesungen und getanzt.

Lupi kratzte sich am Kopf.

„Hm. Vielleicht … war das ja der geheime Mondauftrag?“

Emil lächelte.

„Na ja. Wenn der Mond es so will …“

Und so wurde aus Lupis mysteriöser Eingebung die schönste Vollmond-Party des Jahres.

Mit Musik, Kakao, geheimen Symbolen und einem Löffel, der alles wusste.

Das sehr geheime Mondritual